Die Bordkarte erklärt: Was bedeuten all die Angaben?

Die Bordkarte erklärt: Was bedeuten all die Angaben?

Auf den ersten Blick wirkt eine Bordkarte wie ein einfaches Ticket – doch tatsächlich steckt darin eine Fülle an Informationen, die für Fluggesellschaften, Flughäfen und Passagiere gleichermaßen wichtig sind. Von kryptischen Abkürzungen über Barcodes bis hin zu Boardinggruppen: Jedes Detail hat seinen Zweck. Hier erfährst du, was die einzelnen Angaben bedeuten und wie du sie richtig liest.
Name und Flugnummer – deine Identität auf der Reise
Ganz oben auf der Bordkarte stehen dein Name und die Flugnummer. Der Name muss exakt so geschrieben sein wie im Reisepass – schon kleine Abweichungen können beim Check-in oder Boarding zu Problemen führen. Die Flugnummer besteht aus einem zweibuchstabigen Code für die Fluggesellschaft (z. B. LH für Lufthansa, EW für Eurowings oder DE für Condor) und einer Ziffernfolge, die den konkreten Flug kennzeichnet.
Mit der Flugnummer kannst du auf den Anzeigetafeln im Flughafen oder in Apps aktuelle Informationen zu Gate, Abflugzeit und eventuellen Verspätungen abrufen.
Abflug und Ziel – wohin (und wann) es geht
Unter der Flugnummer findest du Abflughafen und Zielort, meist in Form von dreibuchstabigen IATA-Codes wie FRA (Frankfurt), MUC (München) oder BER (Berlin Brandenburg). Diese Codes sind weltweit standardisiert und erleichtern die Orientierung.
Daneben stehen Datum und Abflugzeit. Wichtig: Die angegebene Zeit ist die geplante Abflugzeit, nicht der Zeitpunkt, zu dem du am Gate sein solltest. Das Boarding beginnt in der Regel 30–45 Minuten vor Abflug, und viele Airlines schließen das Gate etwa 15–20 Minuten vor der geplanten Abflugzeit.
Gate und Boardingzeit – wo und wann du einsteigen musst
Das Gate-Nummer zeigt dir, an welchem Ausgang du das Flugzeug betrittst. In großen Flughäfen wie Frankfurt oder München kann der Weg dorthin lang sein – prüfe daher regelmäßig die Anzeigetafeln, da sich das Gate kurzfristig ändern kann.
Die Boardingzeit gibt an, wann das Einsteigen beginnt. Sie ist nicht identisch mit der Abflugzeit. Wer erst zur Abflugzeit am Gate erscheint, riskiert, dass die Tür bereits geschlossen ist.
Sitzplatz und Reiseklasse – dein Platz im Flugzeug
Auf der Bordkarte findest du dein Sitzplatznummer, zum Beispiel 14A oder 22F. Die Zahl steht für die Reihe, der Buchstabe für die Position im Flugzeug. A und F sind meist Fensterplätze, C und D Gangplätze.
Daneben steht oft die Reiseklasse – abgekürzt als Y (Economy), W (Premium Economy), C (Business) oder F (First Class). Diese Codes sind interne Bezeichnungen der Airlines, geben dir aber auch Hinweise auf Serviceleistungen wie Freigepäck oder Loungezugang.
Boardingzone oder Gruppe – Einsteigen in Etappen
Viele Fluggesellschaften teilen Passagiere in Boardingzonen oder Gruppen ein, um das Einsteigen zu beschleunigen. Auf der Bordkarte steht dann etwa „Zone 3“ oder „Group B“. Das System variiert je nach Airline, folgt aber meist dem Prinzip: zuerst die hinteren Reihen, dann die vorderen. Wer Vielfliegerstatus hat oder Business Class reist, darf in der Regel früher an Bord.
Barcode und QR-Code – der digitale Schlüssel zur Reise
Der Barcode oder QR-Code auf der Bordkarte enthält alle relevanten Daten zu deinem Flug – und noch mehr. Beim Scannen an der Sicherheitskontrolle oder am Gate werden automatisch Informationen zu deiner Buchung, deinem Gepäck und deinem Sitzplatz abgerufen.
Deshalb funktionieren sowohl gedruckte als auch digitale Bordkarten auf dem Smartphone gleich – entscheidend ist der Code.
Ticketnummer und Buchungsreferenz – deine Reise im System
Die Ticketnummer (meist 13-stellig) und die Buchungsreferenz (oft sechs Zeichen aus Buchstaben und Zahlen) identifizieren deine Buchung im System der Airline. Die Ticketnummer ist wichtig für Zahlung und Gepäckabwicklung, während du mit der Buchungsreferenz online einchecken oder Änderungen vornehmen kannst.
Wenn du mehrere Flüge auf einer Reise hast, bekommst du für jeden Flug eine eigene Bordkarte, aber oft nur eine Ticketnummer.
Zusätzliche Angaben – von Gepäck bis Vielfliegerstatus
Manche Bordkarten enthalten weitere Informationen wie Freigepäck, Vielfliegernummer oder besondere Hinweise (z. B. „Infant“ für Reisen mit Baby oder „Special Meal“ für Sondermahlzeiten). Diese Angaben helfen dem Personal, dich während der Reise optimal zu betreuen.
Digitale Bordkarte – praktisch, aber auf Akku achten
Fast alle Airlines bieten heute digitale Bordkarten über Apps oder E-Mail an. Sie sind genauso gültig wie die Papierform, erfordern aber, dass dein Smartphone geladen ist und der Bildschirm beim Scannen gut lesbar bleibt. Ein Tipp: Mach einen Screenshot, damit du die Bordkarte auch ohne Internetverbindung griffbereit hast.
Ein kleines Dokument mit großer Bedeutung
Auch wenn die Bordkarte unscheinbar wirkt, ist sie der Schlüssel zu deiner gesamten Flugreise. Sie bündelt alle Informationen, die den Ablauf im Luftverkehr reibungslos machen – von der Sicherheitskontrolle bis zum Boarding. Wer die Angaben richtig versteht, reist entspannter, sicherer und besser informiert.









